„Glaube als Wahrheit – Sprengstoff für die Gesellschaft?“

Im Rahmen der KCID-Fachtagung „Faith and Truth in Judaism Christianity and Islam“ veranstaltete der Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft der FAU Erlangen Nürnberg am 28. September 2017 eine öffentliche Podiumsdiskussion. Die Podiumsteilnehmer waren:

Jüdische Perspektive: Prof. Dr. Stefan Schreiner, Professor für Judaistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen

Christliche Perspektive: Dr. Katja Thörner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und KCID-Koordinatorin an der FAU Erlangen Nürnberg

Muslimische Perspektive: Prof. Dr. Tarek Badawia, Leiter der Nachwuchsforschergruppe „Norm, Normativität und Normenwandel II“ am Department für Islamisch-Religiöse Studien, FAU Erlangen Nürnberg

Nichtreligiös-philosophische Perspektive: Prof. em Dr. Jens Kulenkampff, Institut für Philosophie, FAU Erlangen Nürnberg

Geleitet wurde die Diskussion von Prof. Dr. Georges Tamer, Lehrstuhlinhaber der Orientalischen Philologie und Islamwissenschaft, FAU Erlangen Nürnberg

Podiumsdiskussion-Screenshot

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Islam und Apokalypse: Gog und Magog im mittelalterlichen islamischen Denken

Der Orient

Gog und Magog Wiki

In der Bibel finden sich zahlreiche Erzählungen und Prophezeiungen von bevorstehenden apokalyptischen Ereignissen. So auch von Gog und Magog. Diese sind, je nach Interpretation, ein oder mehrere Völker, die am Ende der Zeit, von Norden kommend, die Levante verwüsten und Tod und Verderben auf der Erde verbreiten werden. Insbesondere das Buch Ezechiel (AT) und die Offenbarungen des Johannes (NT) sind geprägt von den Erzählungen um Gog und Magog. Da sich der Islam als Fortsetzung von Judentum und Christentum versteht, ist es nicht verwunderlich, dass die selben apokalyptischen Narrative und Prophezeiungen auch im Koran angesprochen werden und Raum für weitreichende Spekulationen und Interpretationen bieten.

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Kommentar: „Das ist der Islam“

Der Orient

FocusMuslimeChristenPh

Was häufig unter geht, wenn extremistische Muslime vom IS/Al-Qaida Verbrechen begehen und wir uns fragen „hat das alles wirklich nichts mit dem Islam zu tun?“, sind solche Geschichten:

Beim Anschlag von Charlie Hebdo war der Polizist Ahmed Merabet, der sich den Terroristen in den Weg stellte und dafür mit einem Kopfschuss hingerichtet wurde, ein gläubiger und praktizierender Moslem. Als kurz darauf IS-Terroristen einen jüdischen Supermarkt stürmen und Kunden ermorden, ist es der gläubige und praktizierende Moslem Lassana Bathily, der 15 Juden das Leben rettet, in dem er sie versteckt.

Ja, der Terrorismus ist eine große Gefahr und ja, es muss auch explizit von muslimischer Seite darüber diskutiert werden. Aber es ist heuchlerisch, wenn Kritiker die Mörder zu Repräsentanten des „wahren Islam“ machen, obwohl diese meist kurz vor ihrer Tat noch NICHT praktizierende und NICHT religiöse Kleinkriminelle waren, während jene, die Menschen retteten, wie zum Beispiel Ahmed Merabet oder Lassan Bathily…

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Diskursanalyse: Ukraine-Krise und „Lügenpresse“?

bildschirmfoto-2016-10-23-um-08-27-38Die Ukraine-Krise gilt in Bezug auf die deutsche Medienlandschaft als Geburtsstunde des “Lügenpresse”-Vorwurfes. Pegida und andere Parteien bzw. Bewegungen, die sich als “pro-russisch” präsentieren, reden oftmals von einer “Gleichschaltung” der “Mainstreammedien”. Doch waren die Russlandberichterstattung und die Artikel zur Ukraine-Krise tatsächlich so einseitig? Wie ausgewogen und kritisch waren die Beiträge?

Die Arbeit Der Ukraine-Konflikt in den deutschen Onlinemedien – Eine Analyse der Diskurse in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der WELT, dem SPIEGEL, der ZEIT und dem Neuen Deutschland soll darüber Aufschluss geben.

Große Veranstaltung in Bonn: Spurensuche in Thora, Koran und Bibel

Auch dieses Jahr veranstalten Hillel DeutschlandRat Muslimischer Studierender & AkademikerAKH (Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden)EUJS – European Union of Jewish Studentsund EUISA EU in Kooperation mit dem Café Abraham Deutschland ein Wochenende zur Spurensuche in Koran, Tora und Bibel. 

Unser Bundesvorsitzender El Hadi Khelladi wird die Veranstaltung gemeinsam mit dem Rabbiner Jona Simon vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und dem KHG-Hochschulseelsorger Dr. Martin Rötting leiten.

Datum: 11. bis 13. November 2016
Ort: Bonn, Bad Godesberg

Genauere Informationen: http://www.fhok.de/veranstaltungen/seminare/die-schaetze-des-anderen-heben-spurensuche-in-thora-koran-und-bibel/

Wir wünschen ein frohes Fest!

Das Café Abraham wünscht allen Musliminnen und Muslimen ein gesegnetes und besinnliches Opferfest!

Das Fest geht auf Abraham zurück, der nach der koranischen Tradition bereit gewesen sein soll, für Gott seinen Sohn zu opfern. Im Koran steht, anders als in der Bibel, kein Name. Muslimische Gelehrte waren sich in der Geschichte uneins darüber, ob Ismael oder Isaak gemeint ist. Letzterer wird in der hebräischen Bibel explizit als dieser Sohn erwähnt. In der islamischen Tradition hat sich über die Jahrhunderte die Annahme durchgesetzt, dass es sich bei dem Sohn um Ismael und nicht Isaak gehandelt habe.

In den Traditionen von Judentum, Christentum und Islam gilt dieses Ereignis als Prüfung Gottes bezüglich des Gottvertrauens von Abraham. Weil dieser die Prüfung besteht, erlässt Gott ihm die Opferung des Sohnes. Nach der hebräischen Tradition erscheint dann ein Widder, das den Sohn ersetzen soll, im Koran ist von einem „großen Schlachttier“ die Rede, das den Sohn ausgelöst habe. Viele Muslime schlachten daher ein Lamm und verteilen Fleisch an Angehörige und Arme.

Ihr findet diese Erzählung im Koran in Sure 37,99–113 und in der Bibel in Genesis 22,1–19

Hohler Burka-Populismus

Fabian Schmidmeier

„Endlich mal etwas machen“. So wirkt für viele das neue Positionspapier der Berliner Erklärung, das von den CDU/CSU-Innenministern getragen wird. Darin werden sowohl ein Burka-Verbot, als auch ein Ende der doppelten Staatsbürgerschaft gefordert. In der emotionalen Debatte kann schnell der Eindruck entstehen, diese Innenminister würden „endlich einmal etwas gegen den Terror tun“.

Doch, es  geht ihnen nicht um eine wirksame Bekämpfung von extremistischem Islamismus, sondern darum, Emotionen in der Masse einzufangen und zu Wählerstimmen zu machen. Mehr nicht. Im Bereich der Deradikalisierungsarbeit und der Radikalisierungsprävention wissen wir, welche Hauptprobleme Jugendliche in die Arme der Extremisten treiben: Drogen- und Kriminalitätsprobleme, zerrüttete Familienverhältnisse plus Identitätskrise, Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen (ob nun echt oder nur wahrgenommen). Sicherlich gehört dazu nicht die doppelte Staatsbürgerschaft.

Auch die Burka ist in Deutschland kein relevantes Problem. Ich jedenfalls habe noch nie eine Burka hierzulande gesehen. Wenn überhaupt einen Niqab, aber unsere „Hüter von Recht und Ordnung“ haben scheinbar so oberflächliches…

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