Diskursanalyse: Ukraine-Krise und „Lügenpresse“?

bildschirmfoto-2016-10-23-um-08-27-38Die Ukraine-Krise gilt in Bezug auf die deutsche Medienlandschaft als Geburtsstunde des “Lügenpresse”-Vorwurfes. Pegida und andere Parteien bzw. Bewegungen, die sich als “pro-russisch” präsentieren, reden oftmals von einer “Gleichschaltung” der “Mainstreammedien”. Doch waren die Russlandberichterstattung und die Artikel zur Ukraine-Krise tatsächlich so einseitig? Wie ausgewogen und kritisch waren die Beiträge?

Die Arbeit Der Ukraine-Konflikt in den deutschen Onlinemedien – Eine Analyse der Diskurse in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der WELT, dem SPIEGEL, der ZEIT und dem Neuen Deutschland soll darüber Aufschluss geben.

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Große Veranstaltung in Bonn: Spurensuche in Thora, Koran und Bibel

Auch dieses Jahr veranstalten Hillel DeutschlandRat Muslimischer Studierender & AkademikerAKH (Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden)EUJS – European Union of Jewish Studentsund EUISA EU in Kooperation mit dem Café Abraham Deutschland ein Wochenende zur Spurensuche in Koran, Tora und Bibel. 

Unser Bundesvorsitzender El Hadi Khelladi wird die Veranstaltung gemeinsam mit dem Rabbiner Jona Simon vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und dem KHG-Hochschulseelsorger Dr. Martin Rötting leiten.

Datum: 11. bis 13. November 2016
Ort: Bonn, Bad Godesberg

Genauere Informationen: http://www.fhok.de/veranstaltungen/seminare/die-schaetze-des-anderen-heben-spurensuche-in-thora-koran-und-bibel/

Wir wünschen ein frohes Fest!

Das Café Abraham wünscht allen Musliminnen und Muslimen ein gesegnetes und besinnliches Opferfest!

Das Fest geht auf Abraham zurück, der nach der koranischen Tradition bereit gewesen sein soll, für Gott seinen Sohn zu opfern. Im Koran steht, anders als in der Bibel, kein Name. Muslimische Gelehrte waren sich in der Geschichte uneins darüber, ob Ismael oder Isaak gemeint ist. Letzterer wird in der hebräischen Bibel explizit als dieser Sohn erwähnt. In der islamischen Tradition hat sich über die Jahrhunderte die Annahme durchgesetzt, dass es sich bei dem Sohn um Ismael und nicht Isaak gehandelt habe.

In den Traditionen von Judentum, Christentum und Islam gilt dieses Ereignis als Prüfung Gottes bezüglich des Gottvertrauens von Abraham. Weil dieser die Prüfung besteht, erlässt Gott ihm die Opferung des Sohnes. Nach der hebräischen Tradition erscheint dann ein Widder, das den Sohn ersetzen soll, im Koran ist von einem „großen Schlachttier“ die Rede, das den Sohn ausgelöst habe. Viele Muslime schlachten daher ein Lamm und verteilen Fleisch an Angehörige und Arme.

Ihr findet diese Erzählung im Koran in Sure 37,99–113 und in der Bibel in Genesis 22,1–19

Hohler Burka-Populismus

Fabian Schmidmeier

„Endlich mal etwas machen“. So wirkt für viele das neue Positionspapier der Berliner Erklärung, das von den CDU/CSU-Innenministern getragen wird. Darin werden sowohl ein Burka-Verbot, als auch ein Ende der doppelten Staatsbürgerschaft gefordert. In der emotionalen Debatte kann schnell der Eindruck entstehen, diese Innenminister würden „endlich einmal etwas gegen den Terror tun“.

Doch, es  geht ihnen nicht um eine wirksame Bekämpfung von extremistischem Islamismus, sondern darum, Emotionen in der Masse einzufangen und zu Wählerstimmen zu machen. Mehr nicht. Im Bereich der Deradikalisierungsarbeit und der Radikalisierungsprävention wissen wir, welche Hauptprobleme Jugendliche in die Arme der Extremisten treiben: Drogen- und Kriminalitätsprobleme, zerrüttete Familienverhältnisse plus Identitätskrise, Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen (ob nun echt oder nur wahrgenommen). Sicherlich gehört dazu nicht die doppelte Staatsbürgerschaft.

Auch die Burka ist in Deutschland kein relevantes Problem. Ich jedenfalls habe noch nie eine Burka hierzulande gesehen. Wenn überhaupt einen Niqab, aber unsere „Hüter von Recht und Ordnung“ haben scheinbar so oberflächliches…

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„Ich sagte zuweilen, dass ich Deutscher sei, doch das wollte keiner hören“

Persönliche Worte von Ahmet, the Poet zu Identitäts- und Loyatlitätsdebatten in Deutschland, die wir uns alle zu Herzen nehmen sollten

Als ich im Alter von 6 gefragt wurde, ob ich Deutscher oder Türke sei, antwortete ich immer Deutscher. Keiner meiner Familie konnte mich vom Gegenteil überzeugen. Als ich älter wurde, wurde ich ohne Unterlass von meinen deutschstämmigen Mitmenschen Türke genannt. Ich sagte zuweilen, dass ich Deutscher sei, doch das wollte keiner hören. Als ich von da an Türke war, hieß es, nachdem Sarrazin sein Buch veröffentlichte, ich solle mich zu Deutschland bekennen… ja was denn nun? Und jetzt sagen meine Mitmenschen eines: Wenn ich dich nicht kennen würde, würde ich glauben, du seiest Salafist. Aber ich kenne dich und du kennst ja Goethe und so, also bist du ein Deutscher. „Elendig in beiden Welten ist, derjenige der ein Herz bricht.“ – Yunus Emre, türkischer Nationaldichter. 

Wenn ich sage, dass ich türkisch spreche, höre ich nichts. Wenn ich sage, dass ich spanisch verstehe und englisch spreche und verstehe, werde ich gelobt. HIER läuft etwas gehörig schief nicht in den Köpfen, sondern in den Herzen… aber keiner ist selbstkritisch. Alleine die deutschstämmigen Muslime haben mich immer vorbehaltlos akzeptiert, selbst wenn sie nicht erfahren, dass ich sprachlich versierter bin. Doch gerade diese deutschstämmigen Muslime werden selbst oft ausgestoßen und manche verheimlichen ihren Glauben gar – wieso berichtet niemand darüber?

Bin ich etwa nur etwas Wert, weil ich besondere sprachliche Fähigkeiten besitze? Ansonsten nicht? Zu solch einer Gesellschaft möchte ich ungern gehören. Es sei denn, sie eignet sich höhere Werte an, die, von denen Lessing spricht, aber der scheint ausgestorben.