„Glaube als Wahrheit – Sprengstoff für die Gesellschaft?“

Im Rahmen der KCID-Fachtagung „Faith and Truth in Judaism Christianity and Islam“ veranstaltete der Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft der FAU Erlangen Nürnberg am 28. September 2017 eine öffentliche Podiumsdiskussion. Die Podiumsteilnehmer waren:

Jüdische Perspektive: Prof. Dr. Stefan Schreiner, Professor für Judaistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen

Christliche Perspektive: Dr. Katja Thörner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und KCID-Koordinatorin an der FAU Erlangen Nürnberg

Muslimische Perspektive: Prof. Dr. Tarek Badawia, Leiter der Nachwuchsforschergruppe „Norm, Normativität und Normenwandel II“ am Department für Islamisch-Religiöse Studien, FAU Erlangen Nürnberg

Nichtreligiös-philosophische Perspektive: Prof. em Dr. Jens Kulenkampff, Institut für Philosophie, FAU Erlangen Nürnberg

Geleitet wurde die Diskussion von Prof. Dr. Georges Tamer, Lehrstuhlinhaber der Orientalischen Philologie und Islamwissenschaft, FAU Erlangen Nürnberg

Podiumsdiskussion-Screenshot

Advertisements

Religionen im Gespräch: Christliches Abendland?

Das christliche Abendland hat zurzeit Konjunktur. Die Pflege „abendländischer Bildungs- und Kulturwerte“ ist Aufgabe der Schule in einigen Bundesländern. Journalisten fordern die Verteidigung abendländischer Kultur. Demonstranten warnen vor dem Untergang des Abendlands.

Der Islam gehört nicht zu Europa, denn er ist ein Geschöpf des Morgenlandes, sagen nicht wenige. Andere warnen vor falschen Alternativen. Haben Morgenland und Abendland sich nicht schon immer gegenseitig befruchtet? Und was ist das überhaupt, „das Abendland“?

Wo liegen die kulturellen Wurzeln Europas, und wie können wir sie angemessen benennen? Darüber spricht Wolfgang Reinbold mit dem evangelischen Theologen und Islamwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Schreiner von der Universität Tübingen und mit dem Historiker Prof. Dr. Michael Borgolte von der Humboldt-Universität Berlin.