Diskursanalyse: Ukraine-Krise und „Lügenpresse“?

bildschirmfoto-2016-10-23-um-08-27-38Die Ukraine-Krise gilt in Bezug auf die deutsche Medienlandschaft als Geburtsstunde des “Lügenpresse”-Vorwurfes. Pegida und andere Parteien bzw. Bewegungen, die sich als “pro-russisch” präsentieren, reden oftmals von einer “Gleichschaltung” der “Mainstreammedien”. Doch waren die Russlandberichterstattung und die Artikel zur Ukraine-Krise tatsächlich so einseitig? Wie ausgewogen und kritisch waren die Beiträge?

Die Arbeit Der Ukraine-Konflikt in den deutschen Onlinemedien – Eine Analyse der Diskurse in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der WELT, dem SPIEGEL, der ZEIT und dem Neuen Deutschland soll darüber Aufschluss geben.

Michael Blume zu Wolfgang Gedeon (AfD), die Protokolle der Weisen von Zion und die Gefährlichkeit von Verschwörungstheorien

Bildschirmfoto 2016-06-30 um 23.02.03Die „Protokolle der Weisen von Zion“ werden zu den verhängnisvollsten Fälschungen der Weltgeschichte gezählt. Angesichts der Äußerungen eines AfD-Landtagsabgeordneten zu einer angeblich „zionistisch-freimaurerischen Weltverschwörung“ klärte der Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume am 22.06.2016 bei der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) im jüdischen Gemeindezentrum Stuttgart über die Geschichte und Wirkung der „Protokolle“ auf.

Höcke über Pegida: «Ohne sie wäre die AfD nicht, wo sie ist. Ich sage danke.»| Pegida ist Wegbereiter für AfD-Wahlerfolge — Prof. Dr. Hajo Funke

Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke sieht in dem Protestbündnis Pegida einen Wegbereiter für die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland. Die AfD stehe Pegida inhaltlich nahe, ohne organisatorisch verbunden zu sein, sagte Höcke am Samstag auf einem AfD-Landesparteitag in Arnstadt. Er bezeichnete Pegida als «parlamentarische Vorfeldorganisation in Dresden». Höcke: «Ohne sie wäre die AfD nicht, wo sie […]

via Höcke über Pegida: «Ohne sie wäre die AfD nicht, wo sie ist. Ich sage danke.»| Pegida ist Wegbereiter für AfD-Wahlerfolge — Prof. Dr. Hajo Funke

Anti-Islam-Kampagne der AfD

Bildschirmfoto 2016-03-16 um 10.34.48
Foto: Screenshot von der Facebookseite von Frau Petry

Gesagt, getan: Die AfD, die ihre Kraft aus reinem Destruktivismus und pauschalisierender Polemik zieht, beginnt nun ihre Anti-Islam-Kampagne. Dabei macht sie sich nicht einmal mehr die Mühe die Dinge so zu schreiben, dass sie wieder wehleidig der „Lügenpresse“ und Politikern vorwerfen kann sie „mit Absicht falsch dargestellt“ zu haben. Es geht hier nicht um eine differenzierte Islam- oder Religionskritik, um eine berechtigte Thematisierung von patriarchalen Strukturen, von Frauenunterdrückung und Verbrechen im Namen einer Religion. Hier geht es um eine gezielte Stigmatisierung von 4 Millionen Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland und eine pauschale Abwertung von einer Weltreligion mit 1,7 Milliarden Anhängern.
Bürgerinnen und Bürger, Islam- und Politikwissenschaftler, Theologen ua., bereitet Euch vor. Wir brauchen in den nächsten Monaten Menschen die sich fachlich kompetent und sachlich in die Debatten einschalten! Wir werden das tun, denn derartige Politik hetzt gezielt gegen eine Minderheit auf und gefährdet den inneren Zusammenhalt und die Grundrechte des Grundgesetzes.

Gemeinsam, für ein friedliches und demokratisches Deutschland!

Unsere Antwort auf die AfD-Erfolge: Neue Café Abraham-Ableger

CA Demo Rathausplatz 2Deutschland hat sein „blaues Wunder“ erlebt. Die Erfolge einer derart radikalisierten AfD mit einem starken neurechten Flügel ist eine momentane Niederlage und ein Schlag für die liberale Gesellschaft, die neurechte Intellektuelle längst zu ihrem Feindbild erklärt haben. AfD-Spitzenkandidat André Poggenburg (Sachsen-Anhalt) sprach die vergangenen Tage von der „Chance eine echte deutschnationale Partei zu etablieren“. Heute holte er damit 24 Prozent der Stimmen. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind sie auch zweistellig. Die AfD wird in Zukunft einen noch stärkeren anti-islamischen Kurs fahren. Die Forderung nach Beschneidungs- und Schächtverbot wird neben den Muslimen vor allem die jüdische Gemeinde in Deutschland treffen. Für uns bedeutet das: Wir bekommen neue Arbeit, denn unsere Antwort auf die politische Entwicklung wird im kommenden Semester die Gründung weiterer Ableger des Café Abraham in mehreren Städten sein. Wir werden gemeinsam für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die liberale Demokratie einstehen, denn mit einem Kreuz bei einer Partei, in der die Neue Rechte um Götz Kubitschek so einen enormen Einfluss hat, wurde die Grundausrichtung dieser Gesellschaft grundlegend in Frage gestellt. Gemeinsam werden wir als Juden, Muslime und Christen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt eintreten. Wir nehmen die Herausforderung an und schalten uns lauter in die Diskurse mit ein! Das kann konkret so aussehen: Die AfD versucht ihre Popularität so zu stärken, dass sie dem „Establishment“ kritische Fragen stellt, die vermeintlich tabu sind und so „Merkel auf die Finger schauen“. In Zukunft sollten Menschen die Positionen der AfD und die Arbeit der Abgeordneten genau studieren und zu deren Veranstaltungen gehen und diese kritisch hinterfragen. Die große Klappe gepaart mir Wehleidigkeit ermöglicht es den Ball zurückzuspielen. Gehen wir es an! Gemeinsam, für unsere liberale Gesellschaft und die Demokratie!