Pluralismus – verbindliche Werte – Utopie?

Ein Gastbeitrag von Volker Grunert

(Überarbeitetes Skript eines Vortrages anlässlich der feierlichen Abendveranstaltung zur Präsentation der Ergebnisse des ersten Dialogperspektiven-Jahres 2015/16 im Großen Saal des Jüdischen Museums in Berlin am 29.05.2016.)

 

Meine Damen und Herren,

 

Verglichen mit den dominierenden Deutungen des Weltgeschehens wirkt das Nachdenken über Pluralität wie eine Utopie, wie eine nicht weiter bedeutende schöngeistige Unternehmung. Die aktuelle mediale Öffentlichkeit ist von etwas bestimmt, das Carl Schmitt, seines Zeichens Chefjurist des faschistischen Deutschlands, wie folgt auf den Punkt gebracht hat: Die Feindschaft ist das Wesen des Politischen, die Unterscheidung zwischen Freund und Feind sein Kriterium.
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