KCID-PODIUMSDISKUSSION: INSPIRIERT, DIKTIERT, KANONISIERT – WIE WIRD EIN TEXT ZUR HEILIGEN SCHRIFT?

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Projekt Key Concepts in Interreligious Dialogue

Der Mensch ist Feind dessen, was er nicht kennt

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„Der Mensch ist Feind dessen, was er nicht kennt“, sagt eine altarabische Weisheit. Dem wirkt das interdisziplinäre Projekt Key Concepts in Interreligious Dialogue (KCID) entgegen. Es bildet ein innovatives Element zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit den drei verwandten monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Dafür unternimmt KCID eine begriffsgeschichtliche Untersuchung dieser drei Religionen im Verhältnis zueinander. Hierzu führt das Projekt auf einzigartige Weise international anerkannte Wissenschaftlicher zusammen, die sich durch ihre herausragende Kompetenz auf dem jeweiligen Fachgebiet auszeichnen. Mehr lesen…

Informationsflyer zum Projekt hier

Prof. Dr. Michael Zank: The Concept of Tolerance in Judaism

Speaker: Prof. Dr. Michael Zank, Director, The Elie Wiesel Center for Jewish Studies, Boston University

The Workshops “The Concept of Tolerance and the Concept of Peace in Judaism, Christianity and Islam” (December 12th-15th) were organized by the Chair of Oriental Philology and Islamic Studies of the Friedrich Alexander University Erlangen Nuremberg and the Sheikh Nahyan Center of Arabic Studies and Intercultural Dialogue at the University of Balamand, Lebanon. It has been supported by Evangelical Church in Germany and the Staedtler Foundation.

More Information: https://www.kcid.fau.eu/workshops/the-concept-of-tolerance-and-the-concept-of-peace-in-judaism-christianity-and-islam/report-tolerance-and-peace/

„Glaube als Wahrheit – Sprengstoff für die Gesellschaft?“

Im Rahmen der KCID-Fachtagung „Faith and Truth in Judaism Christianity and Islam“ veranstaltete der Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft der FAU Erlangen Nürnberg am 28. September 2017 eine öffentliche Podiumsdiskussion. Die Podiumsteilnehmer waren:

Jüdische Perspektive: Prof. Dr. Stefan Schreiner, Professor für Judaistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen

Christliche Perspektive: Dr. Katja Thörner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und KCID-Koordinatorin an der FAU Erlangen Nürnberg

Muslimische Perspektive: Prof. Dr. Tarek Badawia, Leiter der Nachwuchsforschergruppe „Norm, Normativität und Normenwandel II“ am Department für Islamisch-Religiöse Studien, FAU Erlangen Nürnberg

Nichtreligiös-philosophische Perspektive: Prof. em Dr. Jens Kulenkampff, Institut für Philosophie, FAU Erlangen Nürnberg

Geleitet wurde die Diskussion von Prof. Dr. Georges Tamer, Lehrstuhlinhaber der Orientalischen Philologie und Islamwissenschaft, FAU Erlangen Nürnberg

Podiumsdiskussion-Screenshot

Große Veranstaltung in Bonn: Spurensuche in Thora, Koran und Bibel

Auch dieses Jahr veranstalten Hillel DeutschlandRat Muslimischer Studierender & AkademikerAKH (Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden)EUJS – European Union of Jewish Studentsund EUISA EU in Kooperation mit dem Café Abraham Deutschland ein Wochenende zur Spurensuche in Koran, Tora und Bibel. 

Unser Bundesvorsitzender El Hadi Khelladi wird die Veranstaltung gemeinsam mit dem Rabbiner Jona Simon vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und dem KHG-Hochschulseelsorger Dr. Martin Rötting leiten.

Datum: 11. bis 13. November 2016
Ort: Bonn, Bad Godesberg

Genauere Informationen: http://www.fhok.de/veranstaltungen/seminare/die-schaetze-des-anderen-heben-spurensuche-in-thora-koran-und-bibel/

Wir wünschen ein frohes Fest!

Das Café Abraham wünscht allen Musliminnen und Muslimen ein gesegnetes und besinnliches Opferfest!

Das Fest geht auf Abraham zurück, der nach der koranischen Tradition bereit gewesen sein soll, für Gott seinen Sohn zu opfern. Im Koran steht, anders als in der Bibel, kein Name. Muslimische Gelehrte waren sich in der Geschichte uneins darüber, ob Ismael oder Isaak gemeint ist. Letzterer wird in der hebräischen Bibel explizit als dieser Sohn erwähnt. In der islamischen Tradition hat sich über die Jahrhunderte die Annahme durchgesetzt, dass es sich bei dem Sohn um Ismael und nicht Isaak gehandelt habe.

In den Traditionen von Judentum, Christentum und Islam gilt dieses Ereignis als Prüfung Gottes bezüglich des Gottvertrauens von Abraham. Weil dieser die Prüfung besteht, erlässt Gott ihm die Opferung des Sohnes. Nach der hebräischen Tradition erscheint dann ein Widder, das den Sohn ersetzen soll, im Koran ist von einem „großen Schlachttier“ die Rede, das den Sohn ausgelöst habe. Viele Muslime schlachten daher ein Lamm und verteilen Fleisch an Angehörige und Arme.

Ihr findet diese Erzählung im Koran in Sure 37,99–113 und in der Bibel in Genesis 22,1–19